Olaf Scholz
28.07.2017

Stellungnahme zu der Messerattacke in Hamburg Barmbek

Ich bin entsetzt über den bösartigen Anschlag, bei dem heute mindestens ein Hamburger getötet wurde. Getroffen wurden Hamburgerinnen und Hamburger wie wir alle, die ihre Wochenendeinkäufe erledigten. Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser schlimmen Tat, die ihr Leben verloren, noch um ihr Leben kämpfen und Verletzungen erlitten. Ihre Familien und Freunde haben in diesen schwarzen Stunden unser ganzes Mitgefühl. Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat. Ich setze darauf, dass die Sicherheitsbehörden alle Hintergründe der Tat zügig aufklären werden, auch ob es weitere Beteiligte gab. Meine Hochachtung haben die Bürger, die einen mutigen Beitrag leisteten, um den Täter zu fassen. Er muss hart bestraft werden. Offensichtlich handelte es sich um einen Ausländer, der ausreisepflichtig war, aber nicht abgeschoben werden konnte, weil er keine Papiere hatte. Das zeigt umso dringlicher, dass diese rechtlichen und praktischen Hindernisse bei der Abschiebung beiseite geräumt werden müssen. Diese Gewalttäter setzen darauf, unsere freie Gesellschaft mit Angst zu vergiften. Dieser Versuch wird scheitern. Wenn unsere Stadt in ihrer Freiheit und Lebensart bedroht wird, zeigt sie ihre ganze Stärke und Solidarität.

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